Der gerade Weg

Als sich nach meinem Weggang der Chor des Kulturvereins Zorneding praktisch über Nacht auflöste, hat wohl niemand geahnt, dass sich die daraufhin entstandene neue Formation mit eigenem Vereinscharakter allen Unkenrufen und allen Befürchtungen zum Trotz als gesundes und durchaus lebensfähiges Instrument erweisen würde.

Die Initiative kam von den Chormitgliedern selbst und nachdem die ersten rasanten Schritte in Richtung eines neuen Vereines getan waren, wurde mir die Leitung des „neuen“ Chores angetragen. Als Realist mit gesundem Einschätzungsvermögen der Lage war ich zunächst wie viele andere äußerst skeptisch, ob dieses mit enormem Enthusiasmus angegangene Unterfangen Bestand haben könnte. Zur Realisierung dieses ehrgeizigen Projektes waren ja neben der simplen Singfähigkeit des Chores auch viel schwierigere Dinge wie die finanzielle Absicherung und der Aufbau des Vereins, sowie die gesamte, oft sehr weit reichende Organisation der musikalischen Projekte zu klären. Als „einfacher“, nur für die musikalische Leitung zuständiger Chorleiter schien mir das dafür nötige „Gegengewicht“ ungeheuer weitreichend und umfassend – um nicht „beängstigend“ zu sagen.

Heute nach 10 Jahren fruchtbarer Arbeit und dem ersten erfolgreichen Wechsel im Vorstand des Vereins seit der Gründung muss ich sagen, dass sich wohl damals schon – sowohl bei der Auflösung, wie auch bei der „Neugeburt“ eine ganz wesentliche verbindende Eigenschaft aller Sängerinnen und Sänger und bei den Initiatoren des Vereins gezeigt hat: Die Liebe zur aktiven Musikpflege und der Wille dazu, etwas Besonderes auf die Beine stellen zu wollen – und dieses vielleicht auch als Ausgleich und als Energiequell für den manchmal trüben und anstrengenden Alltag.

Neugier des Chores auf unbekannte Dinge
Wenn ich mir so ansehe mit wie viel Privatinitiative und den dadurch auch eintretenden Belastungen für den gesamten Familienanhang der einzelnen Chormitglieder unser Schiff durch die Wellen gesteuert wurde, dann darf man dafür sehr dankbar sein!
Die Gratwanderung, sich zwischen den natürlichen Grenzen des persönlichen Engagements und dem trotzdem unbedingt nötigen künstlerischen Anspruch zu bewegen, wurde mir als Leiter durch Begeisterung und großes Vertrauen immer wieder sehr leicht gemacht, und dafür möchte ich den Vorständen des Vereins, allen Sängerinnen und Sängern – und ihrem Anhang – herzlich danken!
Es ist nicht immer ganz einfach, musikalische Programme nach gewissen finanziellen Vorgaben auswählen zu müssen, auch wenn uns dieses Denken über 10 Jahre gesunde Finanzen beschert hat – Flexibilität und Beweglichkeit im musikalischen Bereich, sowie eine durchaus existierende Neugier des Chores auf unbekannte Dinge hat mich diese „Beschränkung“ jedoch niemals als lästig empfinden lassen! Dafür, dass der Chor auch beim Betreten von musikalischem Neuland – oder vielleicht auch gerade deswegen – geschlossen mitgezogen ist und die Aufführungen zu einem Erlebnis wurden, möchte ich mich ebenfalls bedanken!

Diesen Dank im Besonderen, weil der eingeschlagene Weg inzwischen zu einer Art Markenzeichen der „Neuen Chorgemeinschaft“ werden konnte! Ihn weiter erfolgreich zu beschreiten, sich weiterhin auf die Suche nach „versunkenen Schätzen“ zu begeben und diese mit großer Freude zu heben und aufzupolieren, könnte sich in Zeiten von Finanzknappheit und allgemeiner Reizüberflutung durchaus als segensreich erweisen – dieses wünsche ich uns allen!

Konstantin Köppelmann
Aus der Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum der Neuen Chorgemeinschaft 2006

Das schreibt die Presse:

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